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Normalerweise erhält jeder, der eine E-Mail-Adresse regelmäßig benutzt, irgendwann eine unerwünschte E-Mail.

Allgemein kann man nur sagen, dass es um so wahrscheinlicher wird, unerwünschte E-Mails zu erhalten, je älter, einfacher und verbreiteter eine E-Mail-Adresse ist. Dafür gibt es folgende Gründe:

 

Inhaber einer Domain

Wenn man eine Domain z.B. www.example.com registriert, wird man automatisch E-Mails an allgemeine Adressen erhalten, wie z.B. info@example.com, service@example.com, support@example.com, postmaster@example.com, abuse@example.com, webmaster@example.com oder hostmaster@example.com.

 

Einfache Adressen

Absender von unerwünschten E-Mails probieren gerne Adressen aus. Dazu greifen sie auf Listen von gebräuchlichen Namen zurück. Besitzer von E-Mail-Adressen mit eher einfachen Namen, wie meier@example.com, schulz@example.com oder john@example.com werden eher unerwünschte E-Mails bekommen, als Besitzer mit komplexeren E-Mail-Adressen.

 

Veröffentlichte Adressen

Ist eine E-Mail-Adresse erst einmal veröffentlicht worden, wird sie automatisch von E-Mail-Adressen-Sammlern erfasst. Diese gesammelten E-Mail-Adressen werden dann benutzt oder sogar weiter verkauft. Dabei muss man nicht selber für die Veröffentlichung verantwortlich sein - auch andere können E-Mail-Adressen z.B. auf der Vereins-Homepage publizieren. Auch in Foren oder Mailinglisten wird eine Adresse schnell öffentlich.

 

Weiter gegebene Adressen

Wer seine E-Mail-Adresse weiter gibt, erhöht ebenfalls die Wahrscheinlichkeit Spam zu bekommen. Man kann nie genau wissen, was mit der Adresse geschieht. Schnell steht man als Empfänger mit sehr vielen weiteren Empfänger z.B. auf einer Einladungsliste oder um das lustige Bild des Tages zu erhalten und schon ist die eigene E-Mail-Adresse bei den anderen Empfängern bekannt.

Noch höher wird die Wahrscheinlichkeit, wenn man so genannte Newsletter abonniert oder an Preisausschreiben teilnimmt. In den Geschäftsbedingungen steht nicht selten, dass man damit einverstanden ist, dass die E-Mail-Adresse an Partner oder andere weiter gegeben werden darf.

Auch wenn man sich mit seiner E-Mail-Adresse an vertrauenswürdige Seiten (z.B. bekannte Foren) anmeldet, können E-Mail-Adressen und natürlich alle anderen persönlichen Daten durch Sicherheitslöcher schnell in den Umlauf kommen. In unregelmäßigen Abständen wird in den Medien immer wieder von Datenpannen berichtet.

Einen kleinen Schutz gibt es nur, wenn man für jede Gelegenheit eine neue E-Mail-Adressen nutzt und möglichst keine sonstigen persönlichen Daten angibt. Wenn zu viele unerwünschte E-Mails eintreffen, kann man die Adresse schnell löschen  und man weiß in etwa, wer diese Adresse weiter gegeben hat.