Beiträge von Matthias Lotzmann

Abstimmung in Irland

Mal wieder die Iren …

 
Es könnte alles so schön sein, denn die Voraussetzungen sind und waren bestens: Golfstrombeheiztes atlantisches Klima, kein Wassermangel, saftige grüne Wiesen, grasende Kühe, eine florierende Milchwirtschaft, eine starke romtreue katholische Kirche, erdverwurzelte, bescheidene Menschen.
Aber es kam anders – Schluß mit der Bescheidenheit: die ständige Bedrohung durch die größere Nachbarinsel, mit einer „ungläubigen“ anglikanischen Kirche, ein Kingdom, das seine Hand seit Jahrhunderten nach dem Norden der grünen Insel ausgestreckt hat, ständiger Bürgerkrieg um Belfast, Hungersnöte, millionenstarke Auswanderungswellen im 19. Jahrhundert, stets führte man ein politisches und wirtschaftliches Schattendasein im Hinterhof der Engländer. 

Yes we can

Die Epochen der Weltgeschichte haben aufgehört. Als Zäsurbildung taugen nun noch die Wahlperioden der amerikanischen Präsidentschaften, so hat es den Anschein. Das Schlagwort der Obamakampagne erinnert an die "geistig-moralische Wende" aus dem Beginn der Kohl-Regierung in den 80er Jahre in Deutschland. So wie Kohl damals in der BRD, so appeliert Obama heute an die freiheitstiftenden Werte der amerikanischen Gesellschaft. Das, was in der Bush-Dynastie eingetreten sei, hätte den Blick auf das "anständige" Amerika verstellt. Dies sei der Grund für den Verruf, in den die USA weltweit (auch bei den Verbündeten) geraten sei. Yes we can - ja was denn? Ein anständigeres Amerika, mit einem menschlichen Antlitz, eine Wende im Sinne und für die ganze Welt?

Zwischenfall im Atomreaktor Krsko

Wenn Knut das alles wissen könnte?

Haben Sie es auch in den Nachrichten gehört?

Von dem Zwischenfall im Atomreaktor Krsko ist laut Umweltminister Gabriel keine Gefahr für die deutsche Bevölkerung ausgegangen. Slowenien räumte derweil ein, ein falsches Formular benutzt zu haben … Umweltminister Gabriel dazu: „Dass daraus jetzt einige Medien „Atomalarm“ gemacht haben, ist ein bisschen überzogen. Ich persönlich bin froh, dass wir testen konnten, ob dieses System funktioniert. Das ist so …“ Ach so, Entwarnung also!?

Obama in Berlin

Völker der Welt, schaut auf dieses Land …

Wenn amerikanische Politiker den Begriff „Freiheit“ bemühen, geht es ihnen stets um die Wurst. Sprich: Die USA sind nicht bereit, die Durchsetzung ihres Wertesystems in der Welt preiszugeben. So geschehen auch am Abend des 24.07. im Schatten der Berliner Siegessäule. Im Nachhinein wird der Tross der Obama-Kampagne mehr als zufrieden sein; man wird nachgegoogelt haben, was den dieses kanonenbewehrte Denkmal bedeutet; steht doch gerade dieses Denkmal als Fanal für die Überlegenheit des preußischen Zündnadelgewehrs gegenüber den spätbarocken Waffen der ehemaligen Gegner. Hegemonie, Überlegenheit, Effizienz – Preußen wurde 1945 nicht aufgelöst, sondern ausdrücklich „verboten“.

Heute so – morgen so

Was ist eigentlich los mit unserer guten Generation „grün“? Die grüne Idee, beseelt von gesellschaftlicher und ökologischer Gerechtigkeit verblaßt allmählich, bald bleibt nur noch ein pastellhafter Eindruck von einem matten grün.

Gläserner Mensch

Elena: 90 – 60 - 90

Mögen Sie russisch? Wie steht es mit russisch anmutenden Namen? Zum Beispiel „Elena“!

Vor dem inneren Auge erwächst womöglich eine spontane langbeinige Fantasie.

Deutsche Bahn - Macht der Gewohnheit

„Die Bahn bringts“ – so lautete einst ein Werbeslogan der DB. Oder: „Alle reden vom Wetter – wir nicht.“

Verräterische Sprache - Merkel-Rhetorik

Mal abgesehen davon, dass „unsere“ Nachrichtensprecher und –redakteure sich entweder auf die verwahrloste Sprache der Bevölkerung einschießen (äh einstellen) oder selbst die Grammatik nicht mehr beherrschen, fängt nun auch unsere Spitzenkanzlerin an, rhetorisch unterhalb der Radarerfassung zu fliegen. Und brav wiederholen alle Sender den Interviewausschnitt zur Situation nach dem Irlandvotum am 19. Juni:

„Die Frage, die sich der EU nun stellt, lautet nicht, ob man mit Irland oder gegen Irland weitermacht …(!)“

Georgien Krieg

Alle reden heute über Dinge, deren geographische Lage der Normalbürger vor gut vier Wochen noch gar nicht kannte: Militärische Konflikte in Südossetien, eine der nördlichen Regionen Georgiens.